Tiere der Heimat
Hornisse – viel besser als ihr Ruf
Wenn ein Exemplar an der Kaffeetafel vorbeifliegt, fällt die Reaktion oft verhalten aus. Anders als Hummeln und Bienen gelten Hornissen meist als angriffslustig. Dabei sind sie friedlich und ungefährlich – nur nicht für Allergiker, Bienen oder andere Wespen.
Marderhund – zu Unrecht unbeliebt
Das scheue Pelztier ist mit Fuchs und Hund verwandt, man bekommt es jedoch fast nie zu Gesicht. Obwohl seine Ausbreitung von Fernost nach Mitteleuropa einst gefördert wurde, zählt der Allesfresser durch seine schnelle Vermehrung hierzulande zu den invasiven Arten.
Kiebitz: schick, charismatisch und bedroht
Mit seinem metallisch glänzenden Gefieder und der imposanten Federholle ist dieser Vogel leicht zu identifizieren. In der Balzzeit tragen die Männchen mit auffälligen Flugmanövern und dem Bau von Scheinnestern extra dick auf. Leider gibt es nur noch wenige Exemplare.
Marienkäfer bringen nicht nur Gärtnern Glück
Neben vierblättrigen Kleeblättern gelten die niedlichen Insekten seit eh und je als Glückssymbol. Ihr enormer Appetit auf Blattläuse hat für unsere Pflanzen auch durchaus seine Vorteile. In Deutschland begegnen wir vor allem drei Unterarten.
Falken: Greifvögel oder nicht?
Sie sind schnell, kräftig und haben eine beeindruckende Sehkraft. All das hilft ihnen, ihre Beute im Idealfall schon in der Luft zu erschlagen. Drei Arten leben in Deutschland als Brutvögel, zwei weitere kommen regelmäßig als Zug- oder Wintergäste vorbei.
Feldhamster – kein Bett mehr im Kornfeld
Er gehört zu den großen Verlierern der modernen Landwirtschaft. Früher wurde er als Getreideschädling bekämpft, heute findet er kaum noch Lebensräume und Futter. Die Bestände sind deshalb seit Mitte des letzten Jahrhunderts dramatisch gesunken.
Weißstorch – Glücksbote und Segelflieger
Er ist einer der größten Vögel Europas und trotzdem alles andere als furchteinflößend. Um Meister Adebar, wie er auch genannt wird, ranken sich zahlreiche Mythen und Fabeln. So soll er unter anderem Glück bringen – und Babys.
Europäische Sumpfschildkröte – zwischen Wasser und Sonne
Die einzige in Deutschland wild vorkommende Schildkrötenart war auf Märkten im Mittelalter so begehrt, dass sie bis heute als nahezu ausgerottet gilt. Die wenigen natürlichen Vorkommen liegen derzeit in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Alpenmurmeltiere – ein Leben im Untergrund
Ihre weitläufigen, metertiefen Gänge und Höhlen legen sie häufig über mehrere Generationen hinweg an. Hier halten sie sich bis zu 90 Prozent ihres Lebens auf, allein fünf bis sieben Monate verbringen sie im Winterschlaf. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Bartgeier – Ausflug in den hohen Norden
Vor mehr als 100 Jahren wurde der Bartgeier im Alpenraum komplett ausgerottet. Seit Ende der 1990er Jahre zählt er hier wieder zu den Brutvögeln, aber erst 2021 gelangen die ersten Wiederansiedlungen in Bayern – inklusive Reisen durch Deutschland.
Gämse – in schwindelnden Höhen unterwegs
Davon können Bergsteiger nur träumen: Gämsen laufen mühelos sogar in Hochlagen bis zu 50 Kilometer pro Stunde und springen mehrere Meter hoch oder weit – und das bereits in ganz jungem Alter. Ihr Körper ist an das Leben im Gebirge perfekt angepasst.
Strandkrabbe – Rundumerneuerung im Watt
An fast allen Küsten Europas entdecken wir bei einem Strandspaziergang früher oder später ihre Rückenpanzer. Diesen wirft die Strandkrabbe etwa einmal pro Jahr ab, da er nicht mitwachsen kann. Mehr über ihre faszinierenden Fähigkeiten lesen Sie hier.